Bester deutscher Film der Nachkriegszeit?

Nach dem Buch 'Dick, Dalli und die Ponies' von Ursula Bruns

Bester deutscher Film der Nachkriegszeit?

Beitragvon Jochen Roth » Mo 04.Aug.2008 13:54

Wie würdet Ihr das sehen?
Für mich sind "die Mädels" eindeutig einer der besten deutschen Kinofilme! Immer wieder fesselnd, faszinierend, lustig und so traurig zugleich!
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Re: Bester deutscher Film der Nachkriegszeit?

Beitragvon Ethelbert© » Mo 04.Aug.2008 17:09

Jochen Roth hat geschrieben:Wie würdet Ihr das sehen?
Für mich sind "die Mädels" eindeutig einer der besten deutschen Kinofilme! Immer wieder fesselnd, faszinierend, lustig und so traurig zugleich!


Nein... das ist ja geradezu beänstigend. Kannst du etwa Gedanken lesen, Jochen? Ich wollte nahezu das gleiche Posting mit nahezu der gleichen Überschrift absenden: „Ist Immenhof der beste deutsche Nachkriegsfilm“. Dat jibbet et ja nich“.... würde Dr. Pudlich jetzt sagen.

Selbstredend habe ich am Samstag „Die Mädel v. Immenhof“ gesehen. Ich zieh mir die Filme übrigens nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit rein. Sie sind mir zu schade zum Dauerkonsum. Sowas will zelebriert werden.

Dieser Film bzw. die Trilogie hat etwas magisches.... etwas verzauberndes. Man schaut den Film und fühlt sich irgendwie wohl, geborgen... wie unter guten Freunden oder am warmen Kamin. Dass der Film bzw. die Trilogie etwas rauschhaftes oder drogenähnliches hätte ist vielleicht masslos übertrieben. Aber es ist ein Grossangriff auf die eigene Gefühlswelt im allerpositivsten Sinne. Wenn jetzt jemand sagt „Immenhof ist ein Wellness-Film“ wird er/sie erschossen (obwohl er/sie nicht ganz unrecht damit hätte... sozusagen)


Wieher! Wihierr! Wiher! Wihihihiher!

Ja du hast dich wie üblich selbst übertroffen, Schneewittchen!


Vielen Dank und herzliche Grüße
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Beitragvon Andrea1984 » Mo 04.Aug.2008 18:32

Ich finde alle fünf Filme gut und schaue sie mir immer wieder gerne an. So spannend, so mitreißend, so lustig und noch vieles mehr.

Die Ponys, die Schauspieler, die Landschaft, die Drehorte, das Leben in den 1950er bzw. in den 1970er Jahren.
Alles passt harmonisch zusammen.
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Beitragvon Jochen Roth » Di 05.Aug.2008 16:13

Ich glaube, es ist die Sehnsucht nach einer Zeit oder nach einer Welt, die es so nicht mehr gibt!
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Beitragvon rasputin » Di 05.Aug.2008 19:24

Das kann man so wohl sagen,glaube ich auch.
LG 8)
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Beitragvon Ethelbert© » Di 05.Aug.2008 20:22

Jochen Roth hat geschrieben:Ich glaube, es ist die Sehnsucht nach einer Zeit oder nach einer Welt, die es so nicht mehr gibt!


Wieher! Wihier! Wihierrr!

Ich übersetze mal aus der Shetland-Ponysprache:

Und weil wir so eine Welt zurückhaben wollen sind wir hier in diesem Forum.

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Beitragvon Jochen Roth » Mi 06.Aug.2008 16:47

Nun ja, so eine Welt werden wir wohl nicht mehr bekommen. Traurig aber wahr! Waren wir nicht alle mal in so einer Situation wie der gute Ethelbert? Ich bin ganz ehrlich: Mir ergeht es gerade auch so :cry:
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Beitragvon Andrea1984 » Mi 06.Aug.2008 17:22

Ich schau' auch gerne andere Heimatfilme, egal ob aus den 1940er, 1950er, 1960er, 1970er und frühen 1980er Jahren.

z.B. "Im Weißen Rössl am Wolfgangsee" (1952/1961)

Da wird eine heile Welt gezeigt, die es in der Form heutzutage leider nicht mehr gibt.

1 1/2 Stunden Verwicklungen, Liebe und noch allerhand mehr. Und dann das Gute Ende zum Schluss. Das ist kitschig, doch so soll es sein.
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Beitragvon Jochen Roth » Do 07.Aug.2008 11:02

So was will man sehen!
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Re: Bester deutscher Film der Nachkriegszeit?

Beitragvon HaJoZan » Do 07.Aug.2008 15:22

Hallo Jochen Roth!

Jochen Roth hat geschrieben:Wie würdet Ihr das sehen? !

Dem Genre 'Heimatfilme' entsprechen meinerseits nur Filme, die bis Ende der 1950er-Jahre gedreht wurden. Bezüglich 'Bester Kinofilm aus den 1950er-Jahren' stehen bei mir 'Das Doppelte Lottchen' und 'Pünktchen und Anton' in etwas höherer Gunst.

Gruß von HaJoZan
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Beitragvon Fritz » Fr 08.Aug.2008 15:32

HaJoZan hat folgendes geschrieben:

Dem Genre 'Heimatfilme' entsprechen meinerseits nur Filme, die bis Ende der 1950er-Jahre gedreht wurden. Bezüglich 'Bester Kinofilm aus den 1950er-Jahren' stehen bei mir 'Das Doppelte Lottchen' und 'Pünktchen und Anton' in etwas höherer Gunst.

Na, ich denke, ein Heimatfilm kann auch das Datum 2008 haben.
Was ist ein Heimatfilm?
Hat mit dem Datum nichts zu tun.

Gruß
Fritz
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Beitragvon Andrea1984 » Fr 08.Aug.2008 17:49

@Fritz

So sehe ich das auch. Ein Heimatfilm braucht kein bestimmtes Datum, um als solcher zu gelten.

Das sieht jeder von uns anders.

"Wer früher stirbt, ist länger tot" wird in meiner Umgebung als moderner Heimatfilm betrachtet, ich kenne ihn nicht und enthalte mich daher einer Meinung diesbezüglich.
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Beitragvon Jochen Roth » Mo 11.Aug.2008 14:14

Der von dir angesprochene Film war wirklich ganz interessant!
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Beitragvon profiler » Do 21.Jun.2012 19:05

Andrea1984 hat geschrieben:@Fritz

So sehe ich das auch. Ein Heimatfilm braucht kein bestimmtes Datum, um als solcher zu gelten.

Das sieht jeder von uns anders.

"Wer früher stirbt, ist länger tot" wird in meiner Umgebung als moderner Heimatfilm betrachtet, ich kenne ihn nicht und enthalte mich daher einer Meinung diesbezüglich.


Hi,

Der Genre Heimaltfilm ist keineswegs auf die 1950er Jahre beschränkt, wohl aber zu dieser Zeit NUR in der BRD und Österreich entstanden.

Erster Heimatfilm war Schwarzwaldmädel (1950). In bunt, in eine Landschaft eingebunden, apolitisch, seichte Story und mit Happy-End.
Vorher gab es deprimierende Trümmerfilme in schwarz-weiss und z.B. die Sünderin (1950/1951)

Solche schönen Bunt-Filme prägten nun das Jahrzehnt 1950-1960. Diese Periode ist eher "Opas Kino" (damals noch "Papas Kino") zuzuordnen und irgendwann hatten viele Filmemacher von solcher Art Filmen die Faxen dick und gaben eine Erklärung ab- das sog. Oberhausener Manifest 1962

Bild

Man kann Immenhof 1-3 nicht mit "Rosen für den Staatsanwalt" oder mit "Wir Wunderkinder" (beide 1958) vergleichen.
Ich halte übrigens IMMER DIE RADFAHRER 1958 für mindestens so "gut".

Einig sind wir uns, dass solche Filme NIE wieder gedreht werden (wer will das sehen?) und vielleicht sind es die Reminiszensen vieler älterer User an eine Zeit in der alles viel unkomplizierter, einfacher, bescheidener war. Und es ging aufwärts- jeder konnte es spüren.

Wer es genauer wissen will, mag das hier lesen;

==> http://sozialgeschichte.deutsches-filmi ... de/s04.pdf
...und auf einmal kommt der Admiral Sombrero rein und sagt, Hein Daddel, Dein Glas ist leer!
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