Henry Vahl

Teile 1 - 3 :
Margot (Karin Klinger geb. Andersen †), Gisela (Christiane Jansen), Herr Ottokar (Herbert Kiper †), Dr.Weskamp (Hubert von Meyerinck †), Frau Käthe (Maria Paudler †), Gast (Wolfgang Neuss †), Hein Daddel (Josef Sieber †), Fräulein Madler (Helen Vita †), Postbote (Herbert Weißbach †), Angela (Christiane König), Onkel Pankraz (Hans Nielsen †), Mans (Peter Tost), Frau Rehmann (Alexa von Porembsky †), Herr Holtmann (Tilo von Berlepsch †), Herr Pötz (Dirk Dautzenberg †), Ester Brandt (Ruth Lommel †), etc.

Teile 4 - 5 :
Die Zarin (Olga Tschechowa †), Anke (Jutta Speidel), Dr. Tiedemann (Franz Schafheitlin †), Kläuschen (Bernd Herzsprung), Sigrid (Giulia Follina), Wedderkopp Vadder (Henry Vahl †), etc.

Henry Vahl

Beitragvon admin » Do 02.Jun.2005 11:56

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Henry Vahl wurde am 26. Oktober 1897 als Sohn eines Fischers in Stralsund geboren. Nach dem Wunsch seiner Eltern sollte er Werftarbeiter werden und wurde von ihnen als Lehrling auf die kaiserliche Werft nach Kiel geschickt. Während seiner Ausbildung fand Henry Vahl Gefallen an der Schauspielerei und übernahm Statistenrollen an den Städtischen Bühnen in Kiel. 1915 erkrankte ein Operettenkomiker und Vahl bekam die Chance, dessen Part zu übernehmen. Von da ab wurde er öfter besetzt und weitere Engagements führten ihn nach Lübeck, Dresden und Berlin. Zwar stand er mit so berühmten Kollegen wie Paul Wegener oder Albert Bassermann auf der Bühne, doch in den kommenden Jahrzehnten seiner Schauspielerkarriere wurde Vahl lediglich mit kleineren Nebenrollen besetzt.

Erst als er 1958 am Hamburger Ohnsorg-Theater anstelle eines erkrankten Kollegen einen komischen Alten spielen musste, kam der Durchbruch und bald gehörte Henry Vahl zu den beliebtesten Darstellern der Volksbühne. Einem breiterem Publikum wurde der Schauspieler, der sich selbst in einem Interview humorvoll als "Nachwuchsstar" bezeichnete, dann bekannt, als das Deutsche Fernsehen die Aufführungen aus dem "Ohnsorg-Theater" ausstrahlte; Henry Vahl wurde neben Heidi Kabel zum Publikumsliebling. Er war in über 100 Rollen zumeist schnurriger, alter Käuze überaus erfolgreich, verkörperte seine Figuren mit trockenem Humor von der Waterkant und avancierte zum "Bundes-Opa" der Nation. Man sah Henry Vahl in den 60er Jahren beispielsweise als pensionierten Beamten Ewald Brummer in dem legendären Stück "Tratsch im Treppenhaus" neben Heidi Kabel und seinem Neffen Edgar Bessen und mit der Rolle des Altgesellen Matten in "Meister Anecker" begeisterte er ein Millionenpublikum.
Neben vielen anderen Stücken war er in "Der Bürgermeisterstuhl" der "Hannes", er spielte die Titelrolle in "Vater Philipp" und in "Kein Auskommen mit dem Einkommen" verkörperte er den Fide Sprott.

Nicht nur die Theater- und Fernsehzuschauer konnte Vahl begeistern, auch auf der Leinwand verkörperte er in zahlreichen Rollen schlagfertige und verschmitzte Typen, die ihm auf den Leib geschneidert zu sein schienen. So sah man ihn beispielsweise 1971 als Opa Hansen neben Heinz Erhardt in "Unser Willi ist der Beste", 1972 in "Grün ist die Heide" und letztmalig 1974 in "Frühling auf Immenhof" im Kino.
Daneben gab Henry Vahl auch zahlreiche Schallplatten mit plattdeutschen Liedern heraus – seine erste Platte erschien, da war Vahl bereits 66 Jahre alt – und am bekanntesten dürfte seine LP "Im Leben geht alles vorüber" aus dem Jahre 1972 sein.

1972 verließ Henry Vahl aufgrund von Differenzen das "Ohnsorg-Theater" und übernahm dann ein Jahr später im "St.-Pauli-Theater" die Frauenrolle der "Zitronenjette", die er fast 200 Mal bis zu einem schweren Kreislaufzusammenbruch im Januar 1975 spielte. Im darauffolgenden Jahr erlitt Henry Vahl einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Im Alter von 79 Jahren erlag der Schauspieler am 21. Juli 1977 in einer Hamburger Klinik einem Kreislaufversagen.
Seine Lebenserinnerungen hatte der Schauspieler noch kurz vor seinem Tod unter dem Titel "Wie das Leben so s-pielt" veröffentlicht.
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Beitragvon Andrea1984 » Sa 28.Feb.2009 13:22

Wedderkopp-Vater - Henry Wahl


Quelle: http://programm.daserste.de/detail1.asp ... 48&ziel=19

Nun weiß ich auch wie die Rolle heißt und wen Henry Wahl gespielt hat.

Wederkopp-Vater - das Wort ist ja ein wahrer Zungenbrecher. ;)
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