FAQ zu Fanfictions

Diskussionen, Vorschläge etc.

FAQ zu Fanfictions

Beitragvon Andrea1984 » Fr 24.Aug.2012 12:05

Was sind Fanfictions?

[...] 2. Was ist überhaupt Fanfiction?

Klar, wissen wir eigentlich alle, aber hier noch mal eine kurze Definition (von einer Englischlehrerin *g*): „Fanfiction can be defined as a style of writing based on an existing novel, television show or comic book.“ Fanfiction oder Fanfics (kurz: FFs) sind Geschichten (aber auch Gedichte, Skripts oder Lieder), die Fans über Charaktere und Rahmenbedingungen schreiben, die sie nicht selbst erschaffen haben, sondern die aus einer TV-Serie, einem Film, Comic oder Buch stammen. [...]


Quelle: http://www.fanfictionland.com/fictionfa ... /index.php - Kapitel 2

(c) des Writers Guides (c) Sandra Gerth.

Kann jeder Fanfictions schreiben?

Nur zu: Das ist durchaus erlaubt.

Muss eine Fanfiction auf allen 5 Immenhof Filmen beruhen oder nur auf den ersten 3en?

Ja, es ist möglich, auch nur die Teile 1-3 in einer eigenen Fanfiction fortzusetzen bzw. die Lücken zwischen Filmen zu ergänzen.

Wie lange soll/kann eine Fanfiction sein?

Dafür gibt es kein Limit: 100 Kapitel, 200 Kapitel oder mehr - diese Entscheidung ist jedem selbst überlassen.


Was ist besser? Eine "kurze" Fanfiction a la (z.b.) 100 Kapitel oder drei längere Fanfictions als zusmmenhängender Mehrteiler a la (z.b.) 300 Kapitel?

Das soll/kann jeder selbst entscheiden, wie er/sie es lieber schreiben möchte.


Müssen alle Figuren, die in den Filmen mitspielen auch in einer Fanfiction vorkommen?

Nein. - Vereinfacht ausgedrückt: Wenn einem z.b. "Mans" oder "Fritzchen" unsympathisch ist, so taucht er in der Handlung nicht auf.


Woher nimmt man das Alter der Figuren?

http://www.imdb.com - diese Seite ist eine gute Quelle. Bei Schauspielern, deren Geburtsjahr nicht öffentlich bekannt ist, kann man sich künstlerische Freiheiten herausnehmen z.b. bei "Angela" - Christiane König (* um 1928/1929 - basierend auf der Angabe im Videotext bezogen auf "Die Mädels vom Immenhof", dass "Angela" 1955 26 Jahre jung ist).

Wie lange soll ein Kapitel sein?/Wie sieht es bezüglich Kapitelüberschriften aus?/

Für die Länge eines Kapitels gibt es keinen Standard - da ist von 1 Wordseite (wie bei meinen Fanfictions), bis hin zu 3-4 Wordseiten etc. alles möglich.

Kapitelüberschriften machen einen besseren Eindruck, als wenn die Kapitel nur durchnummeriert sind. - Doch auch das kann/soll jeder für sich selbst entscheiden.


Wie erkennt man, ob eine Fanfiction gelesen wird?

An der Zahl der Views (d.h. Aufrufe).

Was ist besser: Spontan schreiben d.h. wann es zeitlich etc. passt oder die Handlung vorschreiben und die Kapitel zeitversetzt posten?

Beide Variationen haben ihre Vor- und Nachteile. Auch dies ist jedem selbst überlassen, für welche er sich entscheidet.

Verstehe ich das also richtig: Könnte eine Fanfiction auch nur nach Teil 1 spielen d.h. "Dick" mit "Ethelbert" zusammenkommen und "Jochen" mit "Angela" verheiratet sein?

Ja. Das ist ein Beispiel dafür, wie es sein kann.

Was ist, wenn jemand Fragen zu einer Fanfiction hat? Dürfen Fragen im selben Thread wie die neuen Kapitel der Fanfiction gepostet werden?

Nein.

Am besten ist es Fanfictions in den einen Thread, Kommentare Fragen etc. in den anderen Thread zu posten - damit es übersichtlicher aussieht.

Was sind Erzählperspektiven? Und wie unterscheiden sie sich voneinander?

[...] c) Erzählperspektiven (POV = point of view)

Die Erzählperspektive ist eine mächtige schriftstellerische „Waffe“, mit der man u.a. die Identifikation des Lesers mit der Hauptperson erreichen kann, deshalb lohnt es sich, sich mit diesem für Anfänger oft schweren Thema auseinander zu setzen.

Die Erzählperspektive ist der Standpunkt, von dem die Geschichte erzählt wird; sie ist so etwas wie ein Maß der Distanz, mit dem man kontrollieren kann, wie viel und welche Informationen der Leser erhält. Der POV-Charakter ist die „Kameralinse“, durch die der Leser die Geschichte betrachtet. Ein allwissender Erzähler erlaubt den weitesten Blickwinkel, die 1.Person-Erzähltechnik den engsten. Jede Erzählperspektive hat ihre Vor- und Nachteile.

Erste Person / Ich-Erzähler (first person POV):

Eine an der Handlung teilnehmende Person erzählt die Geschichte, entweder die Hauptfigur oder eine Nebenfigur, die sie gut kennt. Alles wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers beschrieben (Augenzeugenbericht), i.d.R. aus Sicht der Hauptperson. Der Leser weiß und fühlt nur, was die Hauptperson fühlt und denkt.
Diese Erzählform wird nicht oft benutzt, meines Wissens gibt es kaum eine JAG-Fanfic, die in der ersten Person geschrieben wurde (korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre). In Star-Trek-Geschichten vermutlich etwas häufiger (Logbücher). Wer eine gute Ich-Form-Geschichte lesen möchte und nicht vor den X-Files zurückschreckt, dem empfehle ich „Dance without sleeping“.

Vorteile:

Identifikation mit der Person fällt dem Leser leichter.
Es passiert seltener, dass der Autor versehentlich die Erzählperspektive wechselt.
Man kann „lügen“, den Leser täuschen. Was der Charakter sagt, muss nicht wirklich so passiert sein, sondern ist eine subjektive Ansicht.

Nachteile:

Die Informationen, die man an den Leser weitergeben kann, sind beschränkt.
Der Leser weiß nur, was der Erzähler weiß, sieht, hört etc., nicht aber andere Personen.
Man kann nur Szenen schreiben, in der der Erzähler / POV-Charakter vorkommt.
Die Spannung kann vermindert werden, weil klar ist, dass der Protagonist die Geschichte überlebt.
derCharakter, nicht der Autor erzählt die Geschichte, d.h. sie sollte seine Persönlichkeit, Wortwahl, Lebenseinstellung etc. reflektieren, nicht die des Autors.
Da die erzählende Person sich selbst nicht von außen sieht, ist mehr schriftstellerisches Geschick für eine Beschreibung des Aussehens nötig. Die Figur kann z.B. nicht sehen, wie sie rot wird, sie kann es nur fühlen. Die Person in einen Spiegel sehen zu lassen, ist meist keine so gute Idee.

Dritte Person (third person POV): Die meisten Geschichten werden in der dritten Person (er, sie) geschrieben. Hier unterscheidet man wiederum drei Perspektiven (euer Deutschlehrer hat das vielleicht anders genannt, aber für den schreibt ihr die Geschichte ja nicht *g*):

Dritte Person, objektiver Erzähler:Es wird nur erzählt, was man durch eine Kamera sehen könnte; nicht jedoch, was die Charaktere fühlen oder denken. Neutrale Beschreibung von Szenen, außerhalb einer Person, z.B. Beschreibung einer Landschaft.

Dritte Person, allwissender / auktorialer Erzähler (omniscient POV): Der Erzähler ist wie ein „allwissender Gott“, der sieht, was alle Personen fühlen, tun oder denken. Es kann auch in der Zeit zurückgegangen werden, um von vergangenen Ereignissen zu berichten.


Beispiel:
Mac ahnte nicht, dass es der schlimmste Tag ihres Lebens werden würde.
Nachteile:

Keine so starke Identifikation mit einer Person; es ist mehr Distanz vorhanden.
Es ist schwerer, Spannung zu erzeugen oder dem Leser Information vorzuenthalten.
Zuviel Perspektivenwechsel können für den Leser verwirrend sein.

Vorteile:

Erlaubt dem Leser alles, was sich ereignet, zu sehen.
Man kann dem Leser Dinge mitteilen, die die Charaktere (noch) nicht wissen.
Man kann die Person von außen beschreiben, gleichzeitig aber auch ihre Gedanken sehen.

Dritte Person, begrenzt allwissender Erzähler (third person, limited):

Verwendung der„Er“-Form. Es wird aus Sicht einer Figur erzählt. Der Leser sieht, was eine Person weiß und fühlt. Ist vermutlich die am meisten benutzte Erzählperspektive (in ca. 90% aller Bücher und Geschichten).

Vorteile:

stärkere Identifikation als bei einem allwissenden Erzähler, da man sich auf eine Person beschränkt..
Der Leser weiß nur, was der POV-Charakter weiß. Das hat Vorteile und kann z.B. dazu dienen, die Spannung zu erhöhen.
Perspektivenwechsel sind möglich; sie können die Spannung erhöhen.

Nachteile:

Der Leser weiß nur, was die „Perspektivenperson“ weiß und nimmt nur wahr, was die POV-Figur wahrnimmt. Man muss sich im Klaren darüber sein, was die Figur, aus deren Sicht erzählt wird, wissen kann und was nicht. Wenn Harm der POV-Charakter der Szene ist, kann man z.B. nicht schreiben: „Die Vögel zwitscherten lebhaft, aber Harm war zu beschäftigt, um sie zu hören.“ Der POV-Charakter und damit der Leser kann z.B. nicht wissen:
was hinter ihm oder weit entfernt vorgeht. Harm sieht z.B. an der Bar des McMurphy’s, nicht, was Mac, irgendwo ganz hinten an einem Tisch, trinkt; man kann es ihn höchstens vermuten lassen.
was andere Personen denken oder fühlen (das kann er nur aus dem Verhalten schließen): Wenn aus Harms Perspektive erzählt wird, ist „Mac zog den Arm an als habe sie Schmerzen“ besser als: „Mac zog den schmerzenden Arm an.“
was die Person, mit der er telefoniert, nebenher tut
Gefühle aller Charaktere außer dem POV-Charakter sind dem Leser nicht direkt zugänglich. Wenn also die Szene aus Macs POV geschrieben ist, kann man nicht sagen „Harm war nervös“, stattdessen kann man beschreiben, wie Harm auf und ab tigert, an seinem Uniformkragen nestelt etc., so dass Mac – und der Leser – aus seinem Verhalten schließen kann, dass er nervös ist.
Die Figur, aus deren Sicht erzählt wird, kann sich selbst nicht sehen, daher keine langen Aussehensbeschreibungen. Physische Merkmale müssen anders erfahren werden, z.B. durch das Nachfahren einer Narbe mit dem Finger. Ein POV-Charakter, der sich selbst im Spiegel betrachtet, ist zu klischeehaft.
Unabsichtliche Perspektivenwechsel können vorkommen.


Beispiel:
X zitterte vor Zorn, Tränen liefen ihr übers Gesicht. „Raus,” flüsterte sie, „gehen Sie raus!”

Y ließ sich seine Überraschung über Xs Verhalten nicht anmerken, er hatte ein ruhiges Abstreiten erwartet und nicht etwas, was fast an Hysterie grenzte. Mit einem Schulterzucken wandte er sich ab und ließ die Türe hinter sich zufallen.

Noch immer zitternd sank X an der Wand nach unten und bedeckte weinend das Gesicht mit beiden Händen.
Abschnitt 1:
Es ist unklar, wer der POV-Charakter ist. Die Tränen können von Y gesehen oder von X gefühlt werden.

Abschnitt 2:
Hier ist Y der POV-Charakter. X kann nicht wissen, welche Reaktion er erwartet hat.

Abschnitt 3:
X hat den Raum verlassen und kann nicht mehr sehen, was Y tut. Es wird aus Ys Perspektive erzählt.


[Anmerkung: Eigentlich ist es genau umgekehrt: Y hat den Raum verlassen und kann nicht mehr sehen, was X tut. Es wird aus Xs Perspektive erzählt.]

Wie erzähle ich überzeugend aus der Perspektive eines Charakters?
Alle Elemente einer Szene sollten von der Wahrnehmung und Denkweise des POV-Charakters, aus dessen Perspektive sie erzählt wird, gefärbt sein. Die Wortwahl sollte z.B. seinem beruflichen und kulturellen Hintergrund angepasst sein. Auch Beschreibungen sollen immer durch die Sinne dieser Person erfolgen. Dabei überlegt man sich, was diese spezielle Person in einem Raum wahrnehmen würde – ein Musiker würde auf einer Party z.B. zuerst die Hintergrundmusik bemerken, ein modebewusster Mensch die Kleidung der Gäste und ein Techniker das Flackern des Lichts über dem Büffet.


Kein „Head Hopping“:
Man kann mehrere POV-Charaktere haben, aber innerhalb einer Szene sollte die Erzählperspektive nicht wechseln. „Head Hopping” / „POV-Ping-Pong“, d.h. das Springen von einem POV zum nächsten innerhalb einer Szene, ist sehr verwirrend für den Leser.
Bevor man eine Szene schreibt, sollte man sich überlegen, aus wessen Perspektive sie am besten geschrieben werden sollte. Wer wird die interessantesten Gedanken und Reaktionen haben? Wähle in jeder Szene die Person als POV-Charakter, die (emotional) am meisten von den Ereignissen betroffen ist.
Je kürzer die Geschichte, desto seltener sollte die Perspektive wechseln. Der Perspektivenwechsel sollte optisch z.B. durch ein neues Kapitel angezeigt werden. Dem Leser sollte schon zu Beginn der neuen Szene klar gezeigt werden, aus wessen Sicht erzählt wird.

In den meisten Geschichten gibt es mehr als einen POV-Charakter; die Perspektive kann – und sollte vielleicht sogar – innerhalb der Geschichte wechseln (aber nicht innerhalb derselben Szene!). In eher kurzen Geschichten sollte man die Anzahl der Personen, aus deren Perspektive erzählt wird, nicht zu groß werden lassen.
[...]


Quelle: http://www.fanfictionland.com/fictionfa ... /index.php - Kapitel 5.3. c)

Hat Ralf Geschwister?

In den Filmen wird nichts dergleichen erwähnt. - Natürlich kann man in einer FF welche dazu erfinden z.b. Einer (der Fanfiction Autoren/innen) dichtet Ralf zwei Schwestern an; der andere nur einen Bruder etc. - die unterschiedlichen Interpretationsweisen liegen in einem vertretbaren Rahmen.

Wie sind Angela/Dick und Dalli und Ethelbert miteinander verwandt?

Die Frage wird in den Filmen nicht beantwortet. In der Vorschau im Videotext heißt es lediglich, dass Ethelbert ein Cousin der Mädels ist. Ob Cousin 1. oder 2. Grades - beide Formen sind möglich.

Wie lautet der Familienname von Angela/Dick und Dalli? Jantzen oder Voss?

Direkt geklärt wird das - in den Filmen - nicht.

Nimmt man nur die Filme der 1950er Jahre her und setzt - basierend auf diesen - die Handlung fort, so können Angela, Dick und Dalli durchaus den Familiennamen Jantzen tragen.

Bezieht man hingegen die Filme der 1970er Jahre ein, so lautet der Familienname - von Dick und Dalli - zunächst Voss.

Dick heiratet vermutlich Ralf und wird dann irgendwann den Familiennamen Schüller annehmen. (Die umgekehrte Form, dass ein Mann den Familiennamen der Frau annimmt, ist sehr selten - seit wann genau es diese Möglichkeit gibt, müsste - im Falle des Falles - recherchiert werden.)

Hat Ethelbert Geschwister?

Aufgrund seines Verhaltens in "Die Mädels vom Immenhof" den anderen Kindern gegenüber, kann man davon ausgehen, dass er keine hat - anderenfalls wüsste er, wie man sich gegenüber Geschwistern/unter Freunden benimmt.

Warum sind die Rückblenden in kursiver Schrift geschrieben?

Um sie von der Haupthandlung unterscheiden zu können. Wären die Rückblenden in normaler Schrift geschrieben, so könnte man jene leicht mit der Haupthandlung verwechseln.

Fettschrift wird als "Schreien" empfunden, Unterstrichene Texte sehen unschön aus.

Also bleibt die kursive Schrift als einzige übrig.

- Änderungen und Ergänzugen der FAQ (= frequently asked questions d.h. häufig gestellte Fragen) vorbehalten -
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